KOLIK beim Pferd

25.5.2016 / 0 Kommentare / Permalink

Achtung KOLIK! Wissenswertes

Wichtig: eine Kolik ist immer ein NOTFALL!!!

Insofern muss auch bei dem bloßen Verdacht auf eine Kolik auf jeden Fall der Tierarzt gerufen werden.

Nur er kann feststellen, ob das Tier weitergehend behandelt werden muss.

Bis der Tierarzt da ist kann man versuchen mit Kreislauftropfen (Mag Doskar VET 9 ) und Nux Vomica Tropfen dem Pferd etwas zu helfen. Ich finde diese beiden Tropfen sollten nicht fehlen in der Stallapotheke. Schritt führen bis der TA da ist.

Hier werden die Kolikformen erklärt:

*** Darmverschlingung

*** Gaskolik

*** Krampfkolik

 

Darmverschlingung - Kolik:

Der schlimmste Fall ist eine Darmverschlingung oder ein Darmverschluss. Dabei hat sich der Darm so verdreht, dass der Nahrungsbrei nicht mehr hindurch transportiert werden kann. Der Brei fängt dann an zu gären und es entsteht viel Gas. Spätestens jetzt wird die Blutzufuhr zu diesem Darmbereich unterbrochen und das Gewebe fängt an abzusterben.

Hat das Pferd eine Darmverschlingung, muss meist operiert werden, da sich diese Verschiebung nur in seltenen Fällen von alleine zurückentwickelt. Wird der Darm nicht wieder in die richtige Lage gebracht, stirbt das Pferd innerhalb von wenigen Stunden. Je schneller das Pferd operiert wird, desto größer sind die Chancen, dass der verdrehte Darmabschnitt gerettet werden kann. Hier ist also Eile geboten.

Für den Fall, dass Sie einmal nicht erreich bar sind sollten Sie mit dem Stallbetreiber klären, welcher Tierarzt gerufen werden soll und ob und von wem das Pferd im Fall des Falles operiert werden soll.

Der Darmverschluss, auch Darmdrehung, Darmverlagerung oder Darmverschlingung je nach Lage des Darms genannt, ist die schlimmste Form einer Kolik beim Pferd. Bei einer Darmdrehung liegt ein Teil des Darms um die eigene Achse herum oder knickt ab. Bei der Darmverlagerung verlagert sich der Darm an einer anderen Stelle innerhalb oder außerhalb des Bauchraums. Bei der Darmverschlingung hat sich der Darm meist um sich selbst herum verschlungen, verknotet oder ineinander eingestülpt. In allen Formen ist der Darm des Pferdes verschlossen und der Nahrungsbrei kann nicht weiter verarbeitet werden. Dadurch fängt das Futter im Darm an zu gären und es entstehen Gase, womit die Blutzufuhr in diesem Darmbereich gestoppt wird. Das Gewebe fängt an abzusterben. Zusätzlich hat das Pferd sehr starke Schmerzen.
 

Symptome:
 

  • Das Pferd hat starke Schmerzattacken und ist sehr unruhig
  • Das Pferd scharrt mit den Hufen
  • Das Pferd schaut nach den Flanken ( zum Bauch hin )
  • Das Pferd wirft sich zu Boden, steht wieder auf, nur um sich nochmals hinzuwerfen
  • Das Pferd wälzt sich heftig ohne Rücksicht auf Verluste
  • Puls, Atemfrequenz und Temperatur sind erhöht
  • Das Pferd hat starke Schweißausbrüche
  • Anfangs heftige Darmgeräusche
  • Hoher Wasserverlust
  • WENN der Dünndarm betroffen ist, hat das Pferd sofort nach Nahrungsaufnahme Schmerzen!
  • Mit beginnendem Schock verfärben sich die Schleimhäute von Maul und Augen von dunkelrot über verwaschen-bläulich bis weiß
  • odes wertendieses als Zeichen des nahen TWenn das Pferd dann ruhig wird, keine Schmerzen mehr äußert und Ohren und Beine kalt werden so könnte man

 

Mögliche Ursachen:
 

  • Fremdkörper im Darm
  • "verschliesstFolgen einer Krampfkolik -> Dünndarm "
  • "verschliesst (Gasgefüllte Teile des Darms erheben sich nach oben, Futtergefüllte Teile nach unten) -> Dickdarm "GaskolikFolgen einer
  • Zu hoher Strohanteil beim Futter

Behandlung:

In den meisten Fällen hilft bei einem Darmverschluss nur noch eine Operation. Das Pferd sollte innerhalb von 8 Stunden in eine Klinik gebracht werden. In der Zeit bis zur Operation wird das Pferd mit Infusionen ständig stabilisiert. Bereits abgestorbenes Darmgewebe wird dann herausoperiert. Sollte der Veterinär entscheiden das eine Operation nicht mehr hilft, so muss das Pferd eingeschläfert werden.

 

Gaskolik:

Bei einer Gaskolik helfen ebenfalls entspannende Medikamente. Gleichzeitig bekommt das Pferd ein Mittel gegen die Blähungen. Ist der Darm zu stark aufgebläht muss das Pferd eventuell operiert werden. In der Klinik wird der Darm dann so aufgeschnitten, dass das Gas entweichen kann. Ist der Darm nämlich zu stark aufgebläht kann er platzen oder die Blutzufuhr so unterbrechen, dass Teile des Darms absterben. Beides wäre ein Todesurteil für das Pferd.

Die Ansicht, dass sich Pferde mit einer Kolik nicht wälzen dürfen ist inzwischen überholt. Im Gegenteil: neuere Studien gehen davon aus, dass es sogar hilfreich sein kann, wenn das Pferd sich wälzen darf. Dabei sollen sich „verklemmte“ Darmgase und sogar leichte Darmverschlingungen lösen können, so die einhellige Meinung der Tierärzte.

Wenn möglich sollte man das Pferd aus der Box holen, denn dort ist aufgrund der beengten Platzverhältnisse die Gefahr, dass es sich fest legt (das heißt, es legt sich so nah an die Boxenwand, dass es sich mit den Beinen einkeilt und nicht mehr alleine aufstehen kann) sehr groß. Idealerweise kann man sich mit dem Tier in einer Reithalle alleine bewegen. Dort ist es ruhig, man hat genug Platz und das Pferd kann sich wälzen und auch langsam laufen. Pferde mit Kolik sollten ganz langsam geführt werden und sich hinlegen oder wälzen dürfen, wenn sie das wollen. Sie einfach frei laufen zu lassen ist eher nicht ratsam, weil man dabei nicht kontrollieren kann, dass sich das Pferd nicht in einer Ecke oder zu nahe an der Bande hinlegt. Dabei besteht, genau wie in der Box, die Gefahr, dass sich das Tier festlegt. Dabei könnte es in Panik geraten und sich sowohl verletzen als auch (durch die Panikreaktion) die Kolik verschlimmern. Beim Hinlegen und Wälzen also unbedingt auf genug Platz ums Pferd achten.

Außerdem sollte das Pferd möglichst viel Ruhe haben. Gerade in größeren Ställen wollen doch viele wohlmeinende Kollegen nach dem Patienten schauen, was aber für Unruhe sorgen kann, die es zu vermeiden gilt.

Wichtig: eine Kolik ist immer ein Notfall! Insofern muss auch bei dem bloßen Verdacht auf eine Kolik auf jeden Fall der Tierarzt gerufen werden. Nur er kann feststellen, ob das Tier weitergehend behandelt werden muss.

 

Krampfkolik:

Die häufigste Kolikform der Pferde, die Krampfkolik, verläuft sehr akut mit plötzlichen anfallsweisen, heftigen Kolikattacken, zwischen denen anfallsfreie Intervalle liegen können.

Darmverlagerungen erfordern meist eine chirurgische Behandlung. Sie können in Folge heftiger Darmbewegungen bei Krampfkolik (Dünndarm) oder starker, plötzlicher Bewegungen des Pferdes selbst (Niederwerfen, Wälzen) als Reaktion auf starken Kolikschmerz (Dickdarm) eintreten.

Dickdarmverstopfungen entwickeln sich allmählich. Hier ist besondere Sorgfalt bei der Beobachtung nötig, weil oft nur geringe Anzeichen die sich immer stärker ausprägende Verstopfung begleiten, ehe dann stärkere Kolikerscheinungen auftreten.

Solche Anzeichen sind:
 

  • Verringerter Kotabsatz;
     
  • kleinere, festere glänzende Kotballen
     
  • um den Leib zu entlasten, stellen die Pferde die Hinterbeine zurück;
     
  • typisch ist auch das Umsehen nach dem Leib.

Je später die Erkrankung erkannt wird, umso schwieriger ist es, durch Behandlung die Verstopfung wieder zu lösen. 

Was ist zu tun, wenn bei Ihrem Pferd Anzeichen einer Kolik auftreten?

Sofort einen Tierarzt/eine Tierärztin hinzuziehen.
Futteraufnahme unterbinden.
Das Pferd (sofern möglich) bis zum Eintreffen des Tierarztes vorsichtig führen.
Transportmöglichkeit bereitstellen, damit erforderlichenfalls eine unverzügliche Einweisung in eine Tierklinik erfolgen kann. Das ist sehr wichtig, weil operative Behandlungen nur dann Erfolg versprechen, wenn sie kurzfristig nach Eintritt der Krankheit vorgenommen werden.

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Wie kann man einer Kolik vorbeugen?
 

  • qualitativ hochwertiges Futter (nicht verschmutzt, verpilzt, faulig, gefroren...)
     
  • pro 100 kg Pferd)Heusilage Rohfaser (mindestens 1 kg Heu oder strukturwirksame Ration, ausreichend pferdegerechte
     
  • ausreichende Zeit für Futteraufnahme,
     
  • genügend Bewegung der Pferde, die sich besonders auf die Dickdarmmotorik günstig auswirkt,
     
  • Futterumstellungen müssen langsam erfolgen,
     
  • regelmäßige Zahnkontrollen, nur mit gesunden Zähnen können Pferde das Futter richtig zerkleinern,
     
  • auf Flüssigkeitsaufnahme achten, sonst kann der Darminhalt regelrecht eintrocknen (Verstopfung!); Selbsttränken täglich auf Funktionstüchtigkeit kontrollieren.
    regelmäßig entwurmen
     
  • Kontrolle der Kotmenge und -beschaffenheit. Die Kotballen dürfen nicht zu fest sein (verlangsamte Darmpassage, nicht genügende Wasseraufnahme).
    Säuerlich übel riechender Kot weist auf Störungen der Dickdarmverdauung (besonders des Blinddarms) hin, die oft durch zu energiereiche Fütterung bei ungenügender Strukturwirkung der Ration verursacht wird.

Hat das Pferd eine Krampfkolik, bei der sich die Muskeln im Magen und Darm verkrampfen und zu starken Schmerzen führen, spritzt er dem Pferd meist krampflösende und entspannende Medikamente zusammen mit einem Mittel gegen die Schmerzen. Daraufhin geht es dem Pferd meist schnell besser.

Homöopathie für Pferde bei einer Kolik:

Die Homöopathie hält auch für eine Kolik beim Pferd einige Mittel bereit. Bei einer schweren und schmerzhaften Kolik kann Belladonna eingesetzt werden. Wurde die Kolik durch einen Futterwechsel oder eine Verstopfung, bzw. durch kaltes Wetter ausgelöst, wird Nux vomica das Mittel der Wahl sein.

Bei einer Kolik, die mit Blähungen einhergeht, die durch Futter ausgelöst wurde, kann Lycopodium helfen.
Bei einer schweren Kolik mit einer Anschoppung oder Verstopfung sollte Opium versucht werden.

Dies sind nur einige Mittel der Homöopathie, die eingesetzt werden können, weitere wären China (bei Blähungskolik), Colocynthis (bei Krampfkolik) und Bryonia (bei Anschoppungskolik mit Verschlimmerung bei Bewegung).

TIERARZT WIRD NICHT ERSETZT!!! BITTE UNBEDINGT HOLEN BEI KOLIKANZEICHEN!

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